Daffi

1967 hat mich ein Schlagerhit voll erwischt: „El Condor Pasa“.
Dieser Song hat bei mir den musikalischen Funken gezündet.

Total angefixt habe ich meinem Schulfreund und Nachbarn kurzerhand die Blockflöte abgeluchst, um den Titel selbst nachzuspielen.

Klar: Das reichte mir natürlich überhaupt nicht.
Also bin ich direkt ins regionale Jugendblasorchester eingetreten.
Eigentlich wollte ich Trompete lernen und so cool werden wie Louis Armstrong.

Blöd nur: Im Orchester gab es schon genug Trompeter.

"Kannst du denn schon ein Instrument spielen"

"Ja Blockflöte"

Ob es im Nachhinein ein Fehler war, auf die Frage
„Kannst du denn schon ein Instrument spielen?“
mit „Ja, Blockflöte“ zu antworten, ist bis heute nicht ganz geklärt.

Denn: Es wurden Klarinettisten gesucht – und eine Blockflöte war da angeblich schon mal ein brauchbarer Anfang.

Im Orchester bekam ich jedenfalls eine richtig gute
musiktheoretische und praktische Ausbildung.

Und dann waren da noch die Saxophone.
Die haben mich mit zehn Jahren sofort magisch angezogen.

Mein damaliges Motto:
„Klarinette? Sollen mal die Mädchen spielen.“ 😎🎷

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Künstlername
Daffi

Mein Künstlername eingetragen im Pass

Diesen Künstlernamen trage ich bereits länger, als meine gleichnamigen Künstlerkollegen alt sind.

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Daffi mit Rengering

Rock'n Roll auf der Peißnitz 🤘🌳

Von damals sind nur ein paar wenige Bilder geblieben.
Hier spielen wir unter dem Flugzeug auf der Peißnitzinsel in Halle (Saale).

1970 schrieb ich mich am Konservatorium „Georg Friedrich Händel“ ein und arbeitete mich über mehrere Jahre durch die klassische Ausbildungsleiter: Grund-, Mittel- und Oberstufe.

1975 landete ich in der „Rengering Soul Band“ – und damit mitten in meinen ersten echten Rock-Abenteuern.
Drei Jahre lang sammelte ich dort Bühnenerfahrung, Groove und Attitüde.
Zu der Zeit war die Band einer der musikalischen Platzhirsche in der Region Halle (Saale). Und genau dort bekam ich auch meinen Spitznamen:
Als ich dem Trompeter die Bläserstimmen zu Stevie Wonders „Sir Duke“ vorsang – „daff… daff dwe… daff…“ – war klar:
Daffi war geboren.

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Daffi mit Rengering

"...Geschlossene Veranstaltung..."

In der Rengering-Ära waren Bläsersätze Pflicht – ohne Horn-Section ging fast nichts.
Und genau an diesem Tag feierte die Band ihr fünfjähriges Jubiläum. 🎉🎺

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Daffi's Band

Daffi's Band war geboren

Als 1978 der Hype um Soulmusik nachließ und die Band beschloss künftig ohne Bläser weiter zu arbeiten, gründete ich meine erste eigene Band "Daffi's Band".

Aus politischen Gründen blieb mir das Direktstudium an der Musikhochschule Hanns Eisler verwehrt.
Doch das Konservatorium „Georg Friedrich Händel“ eröffnete mir den Weg zum Berufsmusikerabschluss.
Mit Rückenwind durch meinen Saxophonlehrer kam ich 1979 ans Landestheater Halle
das heutige Opernhaus Halle.

1982 folgte der nächste große Schritt:
Ich wurde als Altsaxophonist in die Programmbegleit-Big-Band des Orchesters
„Paul Heinrich“ in Berlin engagiert.

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Das Orchester zog als Tournee-Band durch die DDR und die befreundeten sozialistischen „Bruderländer“ – Nacht für Nacht auf der Bühne, immer unterwegs, immer Musik.
Doch mit dem Fall der DDR und vor allem der Währungsunion kam der harte Cut:
Von heute auf morgen war Schluss. Das elfköpfige Orchester wurde einfach abgewickelt.

In den Wirren der Wende blieb keine Zeit für große Träume – es ging ums Überleben, um einen neuen Job, um einen Neustart.
Aus dem Saxophonisten wurde ein Steuerfachwirt. Die Musik? Verstummt.

Neun lange Jahre später dann die Wiedergeburt:
In der Blues-Kantine Comenius-Eck in Berlin flackerte die alte Flamme wieder auf.
Die „Comi-Jazzband“ war zurück – und sie schlug ein.

Bis 2008 war die Band erfolgreich unterwegs, spielte Gigs, schrieb Geschichte und bewies:
Musik verschwindet nie. Sie macht manchmal nur Pause.

Zwischendurch nutzte ich meine Bigband Erfahrungen in der "Blue Baba Big Band"
mit der Bigband

Da ich einige Jahre in den Vorständen der "Jazzinitiative Berlin" und "Jazz für alle" war und auch die "Deutsche Jazz Föderation" mit meiner Arbeit unterstützt hatte, hatte ich auch viele gute und sehr freundschaftliche musikalische Kontakte bei denen ich auch immer wieder mal als Gastmusiker aufgetreten bin.

Konzert im Jazztreff Karlshorst mit Ulli Gumbert
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Zu Besuch bei Otto Kaplan im Berliner Bürgerbräu
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Seitdem gehe ich konsequent meinen eigenen musikalischen Weg und entwickle meine Ideen weiter.

Gleichzeitig halte ich engen Kontakt zu starken Rockmusikern und Rockbands – denn ohne ein gutes Team lässt sich gute Musik nicht auf die Bühne bringen.

Außerdem bekomme ich von befreundeten Musikern immer wieder die Chance, bei ihren Gigs mitzuspielen und live Energie zu tanken.

Aktuell bin ich festes Bandmitglied der Berliner Rockband "Freeway".

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